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Legende
In der Region Oberfranken-Südthüringen befinden sich die sechs Tanzlinden, auf denen noch wirklich öffentlich getanzt werden kann, Tanzlinden im engeren Sinne also. Diese lokale Häufung mag man Zufall nennen – zutreffender ist sicherlich die Annahme, dass es eben die Landschaft ist, in der diese Tradition am tiefsten verwurzelt war und ist; vielleicht ist es, mit zulässigem Lokalpatriotismus und Heimatstolz, sogar gerechtfertigt, zu behaupten dass sie das Stammland dieser Tradition ist – deshalb wird es hier als die „Kernroute der aktiven Klassiker“ eingeordnet.
Es stehen diese in
- Limmersdorf Oberfranken
- Langenstadt Oberfranken
- Peesten Oberfranken
- Effelder Thüringen
- Sachsenbrunn Thüringen
- Oberstadt (betriebsbereit) Thüringen.
In unmittelbarer Nähe zu dieser Route stehen einige Linden, die mit unterschiedlichem Hintergrund örtlich als Tanzlinden bezeichnet werden, in
- Neudrossenfeld Oberfranken
- Guttenberg Oberfranken
- Isling Oberfranken
- Lettenreuth
- Rauenstein Thüringen
- Stelzen Thüringen
sowie im nördlichen Bereich des Rennsteiges in den Ortschaften
- Dreissigacker Thüringen
- Kaltennordheim Thüringen
- Cabarz Thüringen
- Crawinkel Thüringen
- Kranichfeld Thüringen.
In der Fränkischen Schweiz sind fünf Linden bekannt, die als Tanzlinden bezeichnet werden; auch sie sind dies allerdings eher der Form als der Funktion nach:
- Spies Oberfranken
- Wichsenstein Oberfranken
- Hetzles Oberfranken
- Kersbach Oberfranken
- Effeltrich Oberfranken
Süd-westlich der klassischen Kernroute, im Herzoglich-Coburger Land, existieren vier Standorte mit alten und jungen Linden, die als Tanzlinden angesehen werden:
- Salmsdorf Unterfranken
- Birnfeld/Stadtlauringen Unterfranken
- Neida/Meeder Oberfranken
Große Tradition hat das Leiten von Linden offensichtlich auch in Südhessen. Besonders häufig kommen solche Linden im Schwalm-Eder-Kreis vor, aber auch weiter südlich sind in Hessen noch einige Standorte zu finden. Allerdings hat sich bis jetzt bei keinem dieser Bäume eine bestehende Tanztradition im Baum feststellen lassen – lediglich in Niedenstein ist dokumentiert, dass diese Linde früher eine echte Tanzlinde war –, so dass man wohl eher von Tanzlinden im weiteren Sinne ausgehen muss. Bisher wurden in folgende hessischen Ortschaften als Tanzlinden bezeichnete Bäume aufgespürt und bilden gemeinsam einen eigenen Abschnitt in der Deutschen Tanzlindenroute:
Hessen:
- Großensee
- Hönebach/Ronshausen
- Schenklengsfeld
- Mühlbach/Neuenstein
- Berndshausen/Knüllwald
- Ostheim/Malsfeld
- Dagobertshausen/Malsfeld
- Schloß Spangenberg
- Schwarzenberg/Melsungen
- Hilgershausen/Felsberg
- Felsberg
- Dorla/Gudensberg
- Niedenstein
- Wabern
- Sebbeterode/Gilserberg
- Lischeid/Gilserberg
- Erksdorf/Stadtallendorf
- Himmelsberg/Kirchhain.
Als eher regionale Zufälligkeit sind die drei Standorte im Rheingau der Hessischen Linie zuzuordnen:
Rheingau/Hessen
- Frauenstein
- Bärstadt/Schlangenbad
- Geisenheim.
Der dritte Haupt-Teil der Deutschen Tanzlindenroute liegt im Hohenlohischen in
Baden-Württemberg.
Bekannt geworden sind bisher die Standorte
- Unterregenbach
- Kocherstetten
- Haagen/Untermünkheim
- Gelbingen/Schwäbisch Hall
- Wackershofen/Schwäbisch Hall (Freilichtmuseum)
- Forchtenberg
- Öhringen
- Langenbeutingen/Langenbrettach
- Neuenstadt am Kocher
- Unterschefflenz.
Fernab dieses Kernbereiches der Deutschen Tanzlindenroute sind noch einige herausragende geleitete Linden an verschiedenen Standorten bekannt, die wohl nicht einer verbreiteten regionalen Tradition sondern lokalen Besonderheiten ihre Existenz verdanken.
Besondere Beachtung verdienen die Linden, die als „Stufenlinden“ gezogen wurden.
In der Region Niederrhein/Westfalen mit einer Tanzlinde besonderer Form – ohne Mittelstamm – in Gescher muss eine Häufung von Standorten festgestellt werden, die wohl unabhängig von den stark fränkisch geprägten Stammlanden der Tanzlinden entstanden sind:
- Leeden Westfalen
- Rheine Westfalen
- Bexten Westfalen
- Gescher Westfalen
- Nettetal Niederrhein
- Kempen/Tönisvorst Niederrhein
Regional völlig isolierte Standorte, deren Vorkommen sich nicht unmittelbar auf verbreitete lokale Traditionen zurückführen lassen, stehen in
- Rehnsdorf Sachsen
- Neustadt (Am Ohmberg) Thüringen
- Galenbeck Mecklenburg-Vorpommern
- Wald Baden-Württemberg
Stufenlinden
In die Route mit aufgenommen wurden als Ergänzung auch die Stufenlinden, da sie oftmals als Tanzlinden bezeichnet werden; eigentlich sind aber die Baum-Leitungen wohl eher aus rein optisch-ästhetischen Gründen erfolgt, die mit Tanzbräuchen nichts zu tun hatten.
Diese haben offensichtlich in Unterfranken um Schweinfurt herum ihren Ursprung, finden sich aber auch in Thüringen:
Unterfranken:
- Untertheres
- Ottendorf (Doppellinde)
- Gädheim
- Obereuerheim
- Grettstadt (dort gibt es davon sogar zwei)
- Salz
Thüringen:
- Eishausen/Straufhain
- Steinfeld/Straufhain
- Tabarz
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